Anästhesie

OP-Team der Capio Klinik im Park

Für die chirurgischen Eingriffe werden in der Capio Klinik im Park alle Anästhesieverfahren angeboten. Vorzugsweise jedoch werden Venenoperationen in örtlicher Betäubung durchgeführt. Innerhalb der Lokalanästhesie hat sich eine moderne Form, die so genannte Tumeszenzlokalanästhesie (TLA), durchgesetzt. Sie erlaubt zum einen eine schonende Applikation, zum anderen eine schmerzfreie Operation.

Ihr Vorteil liegt in der geringen Belastung gegenüber anderen Betäubungsverfahren. Jeder Patient kann vor dem Eingriff normal frühstücken und anschließend ebenso ungestört Mittagessen. Unsere Patienten sind sofort in der Lage, kleine Spaziergänge in unserem wunderschönen Rhododendronpark zu unternehmen.

So genießen auch ältere Patienten die Behandlungsvorzüge eines fundierten, gefäßchirurgischen Eingriffs, unter gleichzeitiger Beachtung ästhetischer Gesichtspunkte, ohne die Belastung einer eventuellen Vollnarkose. Das auf unsere „wachen Patienten“ eingestellte OP-Team ist intensiv patientenorientiert geschult und kümmert sich aufmerksam um Sie.Mit der umgehenden Mobilisierung sinken das Thrombose - und Embolirisiko.

Auf Wunsch können Patienten auch unter Vollnarkose operiert werden. Stimmen Sie dafür bitte mit uns Ihren individuellen Termin ab.

Operation

Venenoperation

Wir blicken in unserer Klinik auf eine lange gefäßchirurgische Erfahrung. In dieser Zeit sind Behandlungskonzepte und Operationsmethoden immer weiter verfeinert worden. Unser Ziel ist eine zuverlässige Venenfunktion. Dabei legen wir großen Wert auf schonende Verfahren und größtmögliche Ästhetik. Neben den medizinisch gesicherten Operationsmethoden wie Stripping der Stammvene und Verschluss defekter Venenklappen (Crossektomie) kommen alle erprobten neuen, minimal-invasiven Verfahren oder mini-chirurgische Techniken zum Einsatz.


Die Capio Schlossklinik Abtsee führt sowohl die ambulante als auch die stationäre Operation der Venen durch. Unsere Operationsmethoden orientieren sich an weltweit neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen. Nach einer ambulanten Operation geht der Patient am selben Tag nach Hause. Handelt es sich um einen ausgeprägten Befund oder bestehen Risikofaktoren, wie z. B. höheres Alter oder Begleiterkrankungen, wird eine stationäre Behandlung durchgeführt.


Die Operation dauert ca. 30 Minuten. Nach 2-4 Tagen wird das operierte Bein abgewickelt und kontrolliert. Gegebenenfalls erfolgen jetzt kosmetische Maßnahmen zum Beispiel eine Besenreiserverödung. Noch während des Aufenthaltes in der Capio Klinik im Park erhalten die Patienten individuell angepasste Kompressionsstrümpfe, die sie in Absprache mit dem weiter behandelnden Arzt je nach Befund zwei bis sechs Wochen nach der Operation tragen sollten.

OP-Verfahren:

  • Stripping
  • Crossektomie
  • Phlebektomie

Crossektomie

Hierunter versteht man die Unterbindung von Venen an dem Hauptzusammenfluß der Beinvenen in der Leiste am sogenannten Venenstern oder in der Kniekehle. Hierdurch wird ein Wiederauftreten der Krampfadern (Rezidiv) aus dieser Region verhindert. Es werden Techniken eingesetzt, um die Neubildung von Gefäßen aus dem Crossenstrumpf (Neoangiogenese) zu verhindern. Eine Crossektomie wird meistens mit einem Stripping der Stammvenen kombiniert.

Stripping der Stammvene

Das "Stripping“ ist die bekannteste Operationstechnik bei Krampfadern. Dabei wird die kranke Vene nach Einführen einer Sonde durch einen kleinen Schnitt herausgezogen (strippen = herausziehen).

Von großer Bedeutung ist hier, dass nicht jede kranke Stammvene entfernt werden muss. Falls sie nur im oberen Teil erkrankt ist, gehen wir stadiengerecht vor, das heißt, der gesunde Venenteil bleibt erhalten (z.B. für eine evtl. später erforderliche Bypass-Operation). Dieses Vorgehen entspricht einem "Teilstripping". Ein Stripping kann mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden, wobei sich die Technik des Invaginationsstrippings als schonende Therapiemethoden durchgesetzt hat.

Anschließend erhalten die Patienten ihren persönlichen Venenpass, in dem noch vorhandene Venenabschnitte schaubildlich markiert sind.  

Hier kommen Sie zu einem Kurzfilm auf YouTube.

Stammvenen schonendes Verfahren

In geeigneten Fällen kann auf das Strippen der Stammvene verzichtet werden. Hier wird dann nur eine Crossektomie vorgenommen mit Entfernung der Astkrampfadern mit der Phlebektomietechnik. Seit Jahren führen wir solche stammvenenschonende Operationen durch.

Extraluminale Valvuloplastie

Dieses Verfahren repariert defekte Venenklappen. In örtlicher Betäubung wird mit einer Kunststoffmanschette die erweiterte Vene auf normalen Durchmesser gebracht, so dass sich funktionierende Venenklappen wieder schließen können und die Stammvene erhalten bleibt zur Gewährleistung des normalen Blutrückstromes, um eine Entstauung eines geschwollenen Beines zu erzielen oder auch für eine eventuell spätere Bypass-Operation als Arterienersatzmaterial. Die Manschette funktioniert im Prinzip wie ein innerer Kompressionsstrumpf.

Hier kommen Sie zu einem Kurzfilm auf YouTube.

Moderne Techniken des Strippens

1. Stripping-Standardverfahren

Die Stammvene wird mit einer biegsamen Sonde (Babcockstripper) herausgezogen.

Vorteil: Lässt sich immer durchführen.

Nachteil: Ein kleiner Hautschnitt am Unterschenkel ist erforderlich.

Die Gewebetraumatisierung ist in der sog. Invaginationstechnik gering.

 

 

Perforansligatur/Dissektion

Verschluss der erkrankten (insuffizienten) Perforansvenen. Funktionsunfähige Verbindungsvenen zwischen dem tiefen und oberflächlichen Venensystem werden mit Hilfe kleiner Stiche (Miniinzisionen) oder nach Anlegen eines ca. 5 mm großen Hautschnitts aufgesucht und unterbunden bzw. durchtrennt.

Varizenrezidiv

(Wiederauftreten von Krampfadern nach einer Operation) Krampfadern können nach einer Operation aus unterschiedlichen Gründen wieder auftreten.

  • Im Crossenbereich (Leiste/Kniekehle): Vergessener Venenast bei der ersten Operation oder aber auch sehr selten eine Gefäßneubildung (Neoangiogenese).
  • Schädigung der tiefen Venenklappen (Leitveneninsuffizienz).
  • Neuauftreten von Astkrampfadern/Perforansvenen am Bein bei Bindegewebsschwäche.
  • Entstehen von Besenreiserkrampfäderchen bei entsprechender Neigung.

Phlebektomie von Astvarizen

(=schnittfreies Operationsverfahren; sog. Häkelverfahren) Die Astkrampfadern werden mittels kleiner Stiche und Spezialinstrumenten (ähnlich wie Häkelnadeln) herausgezogen. Wenn die Stiche nicht größer als ca. 2 - 3 mm gehalten werden können, so verheilen sie im Idealfall völlig narbenfrei.

Shaving-Verfahren bei Ulcus cruris (offenes Bein)

Operativ wird das offene Bein mit dem sogenannten Ulcus-Shaving-Verfahren behandelt. Hierunter ist die großzügige Exzision des Ulcusareals mit anschließender plastischer Hautdeckung (Meshgraft-Hauttransplantation) zu verstehen.