Untersuchung und Behandlung von Lipödemen

Beim Lipödem handelt es sich um eine vererbte Fettverteilungsstörung mit einer vermehrten Ödemneigung, vorwiegend in den Beinen. Die umschriebenen Fettpolster sind nicht Folge von Übergewicht und können – leider – auch nicht durch Abmagerungskuren „bekämpft“ werden. Betroffen sind meist Hüften, Oberschenkel und Unterschenkel bis zur Knöchelregion; die Fußrücken bleiben immer frei. Das Unterhautgewebe ist weich oder teigig, und die Hautoberfläche weist oft Dellen auf.

Typisch für Lipödeme sind ferner die Druckschmerzhaftigkeit sowie das Entstehen „blauer Flecke“ nach nur geringen Berührungen. Die Ödeme entstehen durch eine vermehrte Durchlässigkeit für Wasser im Bereich der Blutkapillaren. Meist treten Lipödeme in der Pubertät oder im Verlauf einer Schwangerschaft auf und schreiten im Lauf der Jahre langsam chronisch fort. In späten Stadien – vor allem bei fehlender Behandlung – kann es zu einer Verhärtung des Unterhautgewebes mit Abflussbehinderung der Lymphgefäße kommen, sodass sich zusätzlich ein sekundäres Lymphödem entwickeln kann.

Die Untersuchung bei diesem Krankheitsbild sollte von einem Lymphologen oder Phlebologen erfolgen. Bezüglich der Behandlung kann das vermehrte Fett heutzutage mittels Liposuktion (Fettabsaugung) entfernt werden, die Ödemneigung wird mittels manueller Lymphdrainage und Kompression behandelt.

 

Wir bieten einmal in der Woche eine Lipödemsprechstunde an, in der Ihnen eine Therapieempfehlung ausgesprochen werden kann. Unter folgender Telefonnummer können Sie für die Sprechstunde eine Vorstellung vereinbaren 02103 / 896 - 282.