Was ist ein Lipödem?

Das Lipödem ist eine Erkrankung, die meistens bei Frauen auftritt und genetisch bedingt ist. Umgangssprachlich wird das Lipödem auch Reiterhosensyndrom genannt. Sie zeigt sich in Form unproportioniert dicker Beine bei häufig schlankem Rumpf.

Beim Lipödem handelt es sich um eine vererbte Fettverteilungsstörung mit einer vermehrten Ödemneigung, vorwiegend in den Beinen. Die umschriebenen Fettpolster sind nicht Folge von Übergewicht und können – leider – auch nicht durch Abmagerungskuren „bekämpft“ werden. Betroffen sind meist Hüfte, Oberschenkel und Unterschenkel bis zur Knöchelregion; die Fußrücken bleiben immer frei.

Meist treten Lipödeme in der Pubertät oder im Verlauf einer Schwangerschaft auf und schreiten im Lauf der Jahre langsam chronisch fort. In späten Stadien, vor allem bei fehlender Behandlung, kann es zu einer Verhärtung des Unterhautgewebes mit Abflussbehinderung der Lymphgefäße kommen. So kann sich zusätzlich noch ein sekundäres Lymphödem entwickeln.