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Capio Klinik im Park

Hagelkreuzstr. 37
40721 Hilden
Tel. +02103 896-0 
E-Mail: info.ckip@de.capio.com

Medizin & Pflege
Capio Klinik im Park

Therapieverfahren

Konservative Therapien

Wenn keine Operation erforderlich ist, erwartet den Patienten eine fachgerechte, konservative Therapie. Dazu gehört eine kompetente Kompressionsbehandlung. Abhängig vom Venenleiden werden auch Lymphdrainage, Physiotherapie und Naturheilverfahren eingesetzt. Venengymnastik und Venen-Walking können Patienten nach Anleitung üben.

Kompressions-Therapien sind entlastende Therapien des gestörten Venensystems, z. B. manuelle Lymphdrainage, Kompressionsverbände und intermittierende Kompression zur Komplexen Physikalischen Entstauung (KPE).

Bei der intermittierenden Kompression werden durch einen Kompressor Bein-Manschetten mit Luft befüllt und erzeugen einen Druck auf die Extremität. Dieser Druck wird nach einem definierten Zeitraum wieder abgelassen. Durch diese intermittierende Therapie werden auch hohe Druckwerte vom Patienten sehr gut toleriert. Der Einsatzbereich der Intermittierenden Kompression (IPK) liegt in der Therapie von Patienten mit Lymph-, Lip- und Phlebödemen sowie Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen. Ein großer Vorteil dieser Therapieform ist der genau einstellbare und ablesbare Behandlungsdruck.

Besonders geschulte Schwestern umwickeln nach dem Eingriff das operierte Bein mit elastischen Binden, die einen genau kalkulierten Druck ausüben. Auf diese Weise werden die behandelten Venen gut zusammengepresst und können sich dauerhaft verschließen. Zusätzlich sollen die Patienten möglichst viel laufen, um durch die Muskelbewegung den Verschlusseffekt noch zu verstärken.

Nach Beendigung der Verbandsphase bekommen die Patienten speziell angepasste Kompressionsstrümpfe mit nach Hause. Die  Modelle sind so attraktiv (Farbe und Material) wie normale Strümpfe oder Strumpfhosen. Diese Kompressionsstrümpfe sollen noch einige Zeit tagsüber (nicht nachts) getragen werden.

Gezieltes Bewegungstraining. Ausdauersportarten (Powerwalking, leichtes Joggen, Fahrradfahren, Heimtrainer, Schwimmen, Ski-Langlauf, Stepper, etc.); Venengymnastik

Venen-Fibel als PDF-Download

Das offene Bein ist häufig die Spätfolge eines lang dauernden unbehandelten Venenleidens. Ambulant therapieresistente Ulcera werden entweder konservativ mit einer intensiven Ulcusbehandlung oder operativ mit dem sogenannten Shave-Verfahren behandelt.

Bei der konservativen Ulcusbehandlung werden eine intensive Wundtherapie und Kompressionsbehandlung vorgenommen in Kombination mit intensiver Physiotherapie. Nährvenen des Ulcus oder andere Varizen werden zusätzlich verödet, ggf. auch mittels Schaumverödung. Allein durch diese Maßnahmen lässt sich in vielen Fällen ein sehr guter Abheilungserfolg des offenen Beines erzielen.

Ambulant therapieresistente Lymphödeme der Beine werden mit dem Verfahren der komplexen physikalischen Entstauungsbehandlung behandelt: Lymphdrainage, die überwiegend manuell aber auch maschinell vorgenommen wird, eine intensive Kompressionstherapie mit zweimal täglichen Kompressionsverbänden, konsequentes Gehtraining und Einsatz der Bad Bertricher Glaubersalzquelle, die eine leicht entwässernde Wirkung auf das Lymphödem ausüben.

Operative Methoden

Wird eine Operation erforderlich, erfolgt sie in der Capio Klinik im Park ambulant oder stationär. Durch die langjährige Erfahrung und operative Expertise beherrschen wir das gesamte Spektrum aller etablierten Standardverfahren ebenso wie innovative Techniken, zum Beispiel Radiowellen- und Lasertherapien. Alle Eingriffe erfolgen in schonender örtlicher Betäubung. Auf Wunsch ist Vollnarkose möglich.

Das Stripping ist die bekannteste Operationstechnik bei Krampfadern. Dabei wird die kranke Vene nach Einführen einer Sonde durch einen kleinen Schnitt herausgezogen (strippen = herausziehen). Nicht dass jede kranke Stammvene muss entfernt werden. Falls sie nur im oberen Teil erkrankt ist, operieren wir stammvenenschonend, das bedeutet, der gesunde Venenteil bleibt erhalten (z.B. für eine evtl. später erforderliche Bypass-Operation).

Falls die Stammvene zu stark erkrankt ist, muss sie herausgezogen werden (Stripping). Wenn man eine solche Vene belässt, ist man später gezwungen, die Vene doch noch in einer Nachoperation zu strippen. Sämtliche internationalen Studien belegen, dass in solchen Fällen, auf das teilweise Entfernen der Stammvene nicht verzichtet werden kann. Das Stripping kann mit unterschiedlichen Sonden bzw. in unterschiedlichen Techniken geschehen. In der Regel wird die Stammvene bis knapp unterhalb des Knies gestrippt, so dass ein größeres Venensegment im Unterschenkel bleibt für eine evtl. später erforderliche Bypass-Operation (funktioneller Behandlungsansatz).

Bei Beherrschung aller vier Techniken kann man für jeden Patienten das schonendste Verfahren mit dem besten ästhetischen Ergebnis einsetzen.

1. Stripping-Standardverfahren
Die Stammvene wird mit einer biegsamen Sonde (Babcockstripper) herausgezogen.
Vorteil: Lässt sich immer durchführen.
Nachteil: Ein kleiner Hautschnitt am Unterschenkel ist erforderlich. Die Gewebetraumatisierung am Oberschenkel ist größer, d. h. es können sich Blutergüsse bilden, die nach einer gewissen Zeit aber wieder verschwinden.

2. Kryo-Technik (Vereisung)
Eine starre Sonde wird in die Stammvene eingeführt und die Vene dann mittels Tieffrieren herausgezogen.
Vorteil: Ein Gegenschnitt am Unterschenkel ist nicht erforderlich.
Nachteil: Diese Methode ist nicht für Patienten mit stark ausgeprägter Stammvene oder Verwachsungen geeignet.

3. Invaginierendes Strippen
Eine starre dünne Sonde wird in die Stammvene eingeführt.
Vorteil: Nur kleiner Gegenschnitt am Unterschenkel.
Nachteil: Gelingt manchmal nicht, weil die Vene bei Verwachsungen nicht komplett entfernt werden kann.

4. PIN-Stripping
Eine starre dünne Sonde wird in die Stammvene eingeführt.
Vorteil: Kein Schnitt, nur eine Stichinzision am Unterschenkel erforderlich. Diese verheilt fast narbenfrei.
Nachteil: Bei starkkalibriger Stammvene sowie Schlängelungen schlecht möglich.

Hierunter versteht man den Verschluss der defekten Venenklappe an der Einmündung der oberflächlichen Stammvene in die tiefe Leitvene (Leiste oder Kniekehle) mit radikaler Unterbindung der abgehenden Seitenäste. Hierdurch wird ein Wiederauftreten der Krampfader (Rezidiv) aus dieser Region verhindert. Es werden Techniken eingesetzt, um die Neubildung von Gefäßen aus dem Crossenstumpf (Neoangiogenese) zu verhindern.
 
In geeigneten Fällen kann auf das Strippen der Stammvene verzichtet werden. Hier wird nur eine Crossektomie vorgenommen mit Entfernung der Astkrampfadern mit der Phlebektomietechnik. Seit Jahren führen wir solche stammvenenschonende Operationen durch. Sie entspricht der CHIVA-Technik in modifizierter Form.

Dieses Verfahren repariert die defekten Venenklappen. In örtlicher Betäubung wird mit einer Art Kunststoffmanschette die erweiterte Vene auf normalen Durchmesser gebracht, so dass sich die Venenklappen wieder schließen können und die Stammvene erhalten bleibt für eine eventuell spätere Bypass-Operation. Die Manschette funktioniert im Prinzip wie ein innerer Kompressionsstrumpf. 

Verschluss der erkrankten (insuffizienten) Perforansvenen. Funktionsunfähige Verbindungsvenen zwischen dem tiefen und oberflächlichen Venensystem werden mit Hilfe kleiner Stiche (Miniinzisionen) oder nach Anlegen eines ca. fünf Millimeter großen Hautschnitts unterbunden bzw. durchtrennt.

Bei diesem schnittfreien Operationsverfahren (Häkelverfahren) werden die Astkrampfadern mittels kleiner Stiche und Spezialinstrumenten (ähnlich wie Häkelnadeln) herausgezogen. Wenn die Stiche nicht größer als ca. 2 - 3 mm gehalten werden können, so verheilen sie im Idealfall völlig narbenfrei.

Operativ wird das offene Bein mit dem sogenannten Shave-Verfahren behandelt. Hierunter ist die großzügige Exzision des Ulcusareals mit anschließender plastischer Hautdeckung (Mesh graft Hauttransplantation) zu verstehen.

Operative Alternativtherapien

Alternativ zu der herkömmlichen Stripping-OP bieten wir unseren Patienten die Endoluminale Lasertherapie (ELT) an. Es handelt sich hierbei um ein Behandlungsverfahren, das die Vorteile einer nichtoperativen Behandlung (Laser) mit einem kleinen operativen Teil (minichirurgische Phlebektomie = Entfernung der Astkrampfadern) kombiniert.

ELT hat den Vorteil, dass ein schwieriger operativer Eingriff in der Leiste oder Kniekehle vermieden wird, der bei herkömmlichen Operationen zwingend erforderlich ist. Bei ELT wird die Stammvene nicht herausgezogen, sondern durch den Laserstrahl verschweißt und ausgeschaltet. Die ELT-Behandlung kann in der Regel unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden. Die beruflichen Ausfallzeiten sind häufig kürzer und die Beschwerden nach dem Eingriff häufig geringer. Entscheidend ist, dass man nur geeignete Stammvenen für die Laserbehandlung vorsieht. Wenn Stammvenen z. B. zu stark geschlängelt verlaufen, ist diese Therapie nicht geeignet.

Kostenübernahme
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen derzeit die Kosten für diese Behandlung nicht. Bei privat versicherten Patienten gibt es in der Regel keine Probleme mit der Kostenübernahme. Einen detaillierten Kostenvoranschlag erhalten Sie im Rahmen eines Untersuchungstermins von uns.

Durch eine Punktion am unteren Ende des kranken Stammvenenabschnittes, d.h. in Kniehöhe oder am Unterschenkel, wird ein Katheter unter Ultraschallkontrolle in die kranke Vene eingeführt. Nun überträgt der winzige Hochfrequenzkatheter Hitze auf die Venenwand (60 – 120 c°). Durch die Wärmeenergie schrumpft die Venenwand, und die Vene verschließt sich in Folge. Im Anschluss wird die Einführstelle mit einer Naht verschlossen oder mit einem Einfachverband bedeckt. Die Behandlung erfolgt unter lokaler Anästhesie. Sie kann ambulant stattfinden und ermöglicht bei komplikationsfreiem Verlauf eine Wiederaufnahme von normalen Alltagsaktivitäten nach etwa zwei Tagen.

Beim CHIVA-Verfahren bleibt die erkrankte Vene im Körper. Der Erhalt einer nur gering erkrankten Stammvene ist von großem Nutzen, da diese für eine evtl. Bypass-Operation im Körper bleiben kann. Falls möglich, operieren wir immer stammvenenerhaltend.

Die Schaumverödung ist also für fast alle Arten von Krampfadern geeignet. Ob diese Methode jedoch im individuellen Falle die beste ist, muss der Venenspezialist (Phlebologe) entscheiden. Die Krampfadern werden mit einem speziellen Verödungsmittelschaum behandelt. Vorteil: Geringe Verödungsmittelmenge, gutes Ansprechen auch bei größeren Krampfadern.

Stellungnahme der leitenden Ärzte der Capio Venenkliniken zu alternativen Venentherapien/ Operationsverfahren

Nichtoperative Verfahren

Durch die Injektion (Spritze) eines Medikaments in die Krampfadern oder Besenreiser wird eine künstliche Entzündung dieser Gefäße bewirkt. Nach Anlage eines Kompressionsverbandes oder Kompressionsstrumpfes verwachsen die Gefäßwände. Sie werden vom Körper später abgebaut.

Mit dem Dioden-Laser werden kleinste Hautäderchen wie Besenreiser durch Wärmeenergie verschweißt. Auch Warzen oder Hauttumore können auf diese Art durch die Wärmeenergie weggebrannt werden.

Das Prinzip der neuen Therapie gegen Besenreiser heißt: Thermokoagulation. Das ist ein schonendes, schmerzfreies Verfahren zur thermischen Verödung von roten und blauen Problemgefäßen. Die Radiowellen erzeugen im Inneren des Gefäßes eine zielgenaue und schonende Erwärmung (60°C-70°C). Durch diese Wärmewirkung verschließen sich (koagulieren) die Blutgefäße, ohne, dass dabei die Haut verletzt wird. Die Behandlung eignet sich für alle Hauttypen und ist nicht saisongebunden. Die Patienten können sofort nach der Behandlung ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen.

Kompressionsverbände bei Beinschwellung / offenem Bein. In unterschiedlichen Techniken mit unterschiedlichen Kompressionsbinden entsprechend dem Schwellungszustandes des Beines.

Eine physikalische Therapie und andere Begleitbehandlungen wirken unterstützend: z. B. Wasseranwendungen, Bewegungstraining, Massagen, Lymphdrainage, Sauerstoff-Ozonbehandlung, Neuraltherapie, Akupunktur. In manchen Fällen kann auch eine Blutegeltherapie angeraten sein.

Anästhesieverfahren

Meist werden Veneneingriffe in schonender örtlicher Betäubung (Infiltrationsanästhesie, Tumeszenzanästhesie, Femoralisplexusanästhesie) durchgeführt und/oder in Kombination mit einer leichten Beruhigung (Sedierung des Patienten). Der wesentliche Vorteil der örtlichen Betäubung besteht darin, dass es sich um ein in höchstem Maße risikoloses Verfahren handelt.

Die Tumeszenz-Lokalanästhesie stellt eine Weiterentwicklung der herkömmlichen örtlichen Betäubung dar. In großem Flüssigkeitsvolumen wird eine sehr geringe Konzentration des Lokalanästhetikums aufgelöst. Bei exzellenter Schmerzfreiheit wird der Patient nur gering belastet. Zusätzlich sinkt die Zahl der Blutergüsse nach der Operation.

Um den medizinischen Belangen unserer Patienten in vollem Umfang Rechnung zu tragen, ist bei einer Krampfader-Operation neben  Tumeszenzanästhesie auch Vollnarkose möglich.

Abbildung Dr. med. Horst Peter Steffen
Ärztliche Leitung

Chefarzt Dr. med. Horst Peter Steffen


Sekretariat

Nora Röhrig
Tel. +49 (0)2103 896-189
Fax: +49 (0)2103 896-159
E-Mail: nora.roehrig@de.capio.com

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